Vereinsstand am Bauhaus

Präsentation zum Tag der Biene am 13.04.19

Der Imkerstand im Eingangsbereich des Bauhaus-Marktes in Wattenscheid. Fotos: F. Peters

Am 13.04.2019, dem Tag der Biene, präsentierte sich der Imkerverein Wattenscheid durch die Mithilfe zahlreicher Mitglieder in Kooperation mit dem Bauhaus-Markt Wattenscheid an einem eigenen Imkerstand. Es wurden zahlreiche Produkte rund um die Imkerei angeboten und auch viele Sorten eigenen Honigs verkauft. Wir nutzen die Gelegenheit, um auf das Bienensterben im Kontext des Pestizitaustrags im großen Umfang hinzuweisen. Ebenso haben wir auf Maßnahmen aufmerksam gemacht, was man durch Anlegen von Wildblumen für die Artenvielfalt der Insektenwelt tun kann“, so der erste Vorsitzende Frank Menzel.

Eine kleine Ausstellung an Imkereizubehör von der Bienenbeute bis zur Honigschleuder hat den interessierten Baumarktkunden einen Einblick in die Hobyimkerei gegeben.

Monatsbetrachtungen März 2019

In Kürze: Frühjahrsarbeiten, Futterverbrauch kontrollieren, Fluglöcher und Böden reinigen, Brutnest/Wabensitz ordnen

Futterkontrolle

In der zweiten Februarhälfte sind die Völker aufgrund der warmen Witterung schon stark geflogen und haben Pollen von Hasel, Erle und den ersten Frühjahrsblühern eingetragen. Damit ist das Brutgeschäft in Gang gekommen und gerade starke Völker haben jetzt einen hohen Futterverbrauch aufgrund der Bruttätigkeit. Viele Imker berichten jetzt Anfang März von Völkern, die bereits nachgefüttert werden müssen, da die letzten Futterreserven angebrochen wurden. Die Nachfütterung erfolgt dabei durch Zuhängen von Futterwaben aus dem Vorrat oder durch Umhängen von Waben aus Völkern mit Futterüberschuss. Auch kann das Auflegen von Futterteig direkt über dem Bienensitz erfolgen. Zur Kontrolle des Futtervorrates genügt es, das Gewicht der Völker festzustellen. Zuverlässiger ist aber die Durchsicht und Abschätzung des Futtervorrats nach der 8tel Methode, wobei jede Wabenseite in 8 gleichgrosse Felder eingeteilt wird. Pro Wabe werden dann die vermeintlich gefüllten Felder gezählt. Pro Wabenfeld kann man bei DNM gut 111g Futtervorrat rechnen, bei anderen Wabenmassen orientiert man sich an folgender Tabelle:

Quelle: http://www.share.formwillen.de/bienen/Tipps%20Populationsschätzung.pdf

Reinigung

Entscheidend für die ersten Eingriffe sind Temperaturen von mindestens 15°C und darauf folgende Flugwettertage. Ob die Fluglöcher frei sind sind, sollte man stets im Blick behalten, und notfalls von aussen freiräumen. Wenn es das Wetter zulässt können die Magazine weggestellt und die Böden gereinigt werden.

Empfiehlt sich dabei auch den Sitz des Brutnests zu prüfen. Idealerweise sitzt es in der Mitte der Zarge. Durch vorsichtiges Verschieben von den Brutwaben lässt es sich wieder in der Mitte anordnen. Der freiwerdende Raum kann mit Futterwaben oder Leerwaben aufgefüllt werden. Durch einen kompakten Sitz des Brutnestes brauchen die Bienen ein Minimum an Energie um für die nötige Bruttemperatur zu sorgen bei gleichzeitiger Nähe zu den Futterreserven.

Bevorstehende Obstblüte

Die ersten Kirschbäume stehen kurz vor der Blüte. Aus der Nachbarstadt Essen hört man schon von blühenden Kirschen. Hier kommen die ersten Wildkirschen in Blüte, die übrigen Kirschbäume treiben ihre Blütenansätze gerade aus. So ist es vermutlich nur eine Frage von wenigen Tagen bis das große Blühen einsetzt.

Monatsbetrachtungen Februar 2019

Beginnend im Jahr 2019 wollen wir unsere Beobachtungen und Ratschläge für den jeweiligen Monat veröffentlichen.

Der Februar in diesem Jahr zeigt sich ab der Monatsmitte ungewöhnlich mild und mit frühlingshaften Temperaturen. Seitdem ist die Hasel auch ihrem Entwicklungszyklus voraus und blüht bereits. Ebenso blühen viele Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse. Wenn die Witterung vorerst so bleibt steht die Saalweidenblüte in kurzer Zeit an.

Seit Mitte Februar, wo die Temperaturen die 10 Grad Schwelle überschritten haben, fliegen auch unsere Bienen. Nach Abschluss der ersten Reinigungsflüge hat sich hier und da reger Flugbetrieb eingestellt. Die Damen kehren mit vollen Pollensäckchen zurück und die grüngelbliche Farbe lässt Haselpollen vermuten.

Der Polleneintrag ist ein sicheres Anzeichen für beginnende Bruttätigkeit der Völker. Damit steigt der benötigte Futterbedarf auf bis zu 2kg pro Woche, während der Futtervorrat jetzt am Ende des Winters schon zu großen Teilen aufgebraucht ist. Daher ist jetzt eine Futterkontrolle absolut ratsam, denn eine ausreichende Nektarversorgung tritt nicht vor der Saalweidenblühte ein. Ebenso sind Reserven notwendig, da die Witterung aller Wahrscheinlichkeit nach nochmals einbrechen und zu kalten Temperaturen zurückkehren wird. Die momentan milden Tagestemperaturen dürfen nicht über die frühe Jahreszeit hinwegtäuschen, denn es ist nachts noch sehr kalt und es kühlt rapide ab, sobald die wärmende Sonneneinstrahlung abbricht.

Eine Nachfütterung erfolgt am Besten mit eugenem Honig oder aber Futterteig, der sich in dünnen Scheiben gut auf die Rähmchen unter die Abdeckfolie legen lässt. Der Vorteil von Futterteig ist, dass dieser nicht groß in die Waben eingetragen sondern sofort aufgebraucht wird. Nachteil ist, dass zur Aufnahme von Futterteig eine gewisse Menge Wasser aufgenommen werden muss. Dies kann aus Schwitzwasser oder von einer Tränke erfolgen. Die Gabe von Flüssigfutter kann auch helfen, sollte aber von unten erfolgen durch ein entsprechend flaches Gefäß auf dem Beutenboden mit Schwimmhilfen.

Viele Imker auch in unserem Verein berichten über einen ungewöhnlich hohen Völkerverlust diesen Winter. Bei dem einen wahr es der hohe Varroadruck, bei dem anderen ein Abriss der Futterversorgung oder auch ein durch Totenfall versperrtes Flugloch. Auch Ruhr oder Nosema als Durchfallerkrankung haben das ein oder andere Volk geschwächt.

Der frühe Zwischenfrühling, den wir gerade erleben, kurbelt die Entwicklung unserer Völker recht früh an. Wenn die Futterversorgung sichergestellt wird, kann dies aufgrund der frühen Entwicklung zu einem prächtigen Bienenjahr führen. So bleibt es spannend wie dann die spätestens im April bevorstehende Obstblüte verlaufen wird…

Termine 2019

Hier ein Überblick über die Termine für den Imkertreff im Jahr 2019:

18.02.2019 Imkertreff im Klecks

18.03.2019 Imkertreff im Klecks

08.04.2019 Imkertreff im Klecks (Verschiebung wegen Osterferien)

20.05.2019 Imkertreff im Klecks

17.06.2019 Imkertreff im Klecks

15.07.2019 Standschau

19.08.2019 Standschau

16.09.2019 Imkertreff im Klecks

21.10.2019 Imkertreff im Klecks

18.11.2019 Jahresabschlusstreffen

Imkerei-Infostand beim Sommerfest im KGV Dückerweg

Die Imker des Imkervereins Wattenscheid (vlnr) Paul Zimmermann, Peter Ullrich, Frank Menzel und Holger Bleul am Infostand in der Kleingartenanlage Dückerweg.

Am Samstag den 07.07.2018 haben einige Mitglieder des Imkervereins Wattenscheid bei dem Imkerei-Infostand beim Sommerfest in der Kleingartenanlage Dückerweg mitgeholfen. Ein voller Erfolg, wie Organisator und 1. Vorsitzender des Imkervereins Frank Menzel resümiert.

Insgesamt halfen 7 Imker mit, die interessierten Sommerfestbesucher am Stand zu informieren. Um die Imkerei zu veranschaulichen gab es neben Infomaterial auch eine Schaubeute mit Bienen, einen Bienenkorb, eine Honigschleuder, Honigwaben, Ablegerkästen und einen Sonnenwachsschmelzer. Darüberhinaus konnten die Imker auch einige Gläser Honig verkaufen.

Verseuchte Bienenwaben in Essen-Freisenbruch gefunden | waz.de | Essen

Verseuchte Bienenwaben in Essen-Freisenbruch gefunden

Dominika Sagan | WAZ

Befürchtet, dass im Bereich Freisenbruch noch mehr Imker betroffen sein könnten: Werner Küching, Vorsitzender Kreisimkerverbandes Essen (im Bild an nicht befallen Bienenstöcken).

Foto: Christof Köpsel

Befürchtet, dass im Bereich Freisenbruch noch mehr Imker betroffen sein könnten: Werner Küching, Vorsitzender Kreisimkerverbandes Essen (im Bild an nicht befallen Bienenstöcken).

Essen-Freisenbruch.   Amerikanische Faulbrut in Freisenbruch: Befallene Waben lagen im Gebüsch, sie hätten gemeldet werden müssen. Imker und Stadt hoffen auf Hinweise.

Nach dem Fund von verseuchten Bienenwaben in Freisenbruch hoffen Imker und Stadt auf Hinweise. „Die Amerikanischer Faulbrut ist für Menschen zwar ungefährlich, sogar der Honig kann unbedenklich verbraucht werden; für die Bienen jedoch ist die Seuche hoch ansteckend und deshalb meldepflichtig“, sagt Werner Küching, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes Essen. Da in Freisenbruch diese Faulbrut bereits vor einigen Monaten an mehreren Bienenstandorten festgestellt worden ist, hat das städtische Veterinäramt bereits einen Sperrbezirk einrichten müssen.

Waben lagen im Gebüsch

Gefunden wurden die befallen Waben vor rund einer Woche am Freitag, 8. Juni, in einem Gebüsch an der Straße Schirnbecker Teiche. Offensichtlich habe dort ein bisher unbekannter Imker seine von der Faulbrut befallenen Bienenwaben ordnungswidrig und verantwortungslos einfach ins Gebüsch geworfen, sagt Werner Küching. „Die gefundenen Waben enthielten neben der von Faulbrut befallener Brut auch noch eine Menge Honig, so dass Bienen aus gesunden Völkern sich dort bei der Nahrungssuche leicht anstecken können“, sagt er. Die erste Meldung dazu ging bei Andreas Kremer, dem Vorsitzenden des Imkervereins Steele, ein, der Anzeige erstattete. Daher seien nun auch Polizei und Veterinäramt über den Vorfall informiert.

Sperrgebiete in solchen Fällen bedeuten, dass in diesen Bereich Bienen weder hinein noch herausgebracht werden dürfen. Außerdem lasse das Veterinäramt dort alle Bienenvölker untersuchen, erklärt der Imker. „Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt, die Brut stirbt größtenteils ab“, heißt es von Seiten der Stadt. Wird die Faulbrut an einem Bienenstand festgestellt wird, entscheidet der Amtstierarzt, ob versucht werden kann, die betreffenden Völker zu sanieren und so zu retten. Schlimmstenfalls jedoch müssen die Bienen getötet und die Behausungen mit dem zugehörigen Material vernichtet werden.

Weitere Bienen könnten in Gefahr sein

Bei den gefundenen Waben könne man nur vermuten, dass der betreffende Imker die Überprüfung seiner Bienenvölker vermeiden wollte, mutmaßt Werner Küching. Durch sein Verhalten gefährde der Betroffene hochgradig die Bienen in der Umgebung. „Besonders prekär ist, dass der Fundort knapp außerhalb des bisherigen Sperrbezirks liegt, so dass jetzt wahrscheinlich weitere Imker betroffen sind, deren Völker bisher noch nicht untersucht werden mussten“, sagt Küching.

Zwar habe er gemeinsam mit einem Bienensachverständigen, Wilfried Meinhardt, die Bienenwaben noch in der Nacht von Freitag auf Samstag in Zusammenarbeit mit der Polizei eingesammelt und ordnungsgemäß gesichert. Doch Passanten hätten berichtet, dass diese dort bereits seit fünf Tagen gelegenen hätten. „Damit ist möglicherweise schon jetzt großer Schaden bei den Bienen in der Umgebung angerichtet worden“, fürchtet Werner Küching. Unklar sei auch, wo sich das verseuchte übrige Imkermaterial zur Zeit befinde, so dass eine weitere Ausbreitung der Seuche befürchtet werden müsse.

Die Polizei nimmt Hinweise entgegen unter: 82 90.

>> SPERRBEZIRKE IM ESSENER OSTEN

Sperrbezirk Freisenbruch im Norden/Osten: Schirnbecker Teiche – Eibergweg bis Grenze Bochum – Stadtgrenze Bochum Ri. Süden bis nördliches Ruhrufer;
Süden/Westen: Stadtgrenze Bochum – Nördliches Ruhrufer – Antonienallee – Eberhardstraße – Von-Ossietzky-Ring – Dahlhauser Straße – Am Wäldchen – Weg am Berge – Schultenweg

Sperrbezirk Süd-Ost, Norden/Osten: Heisinger Straße – Elsaßstraße – Lothringenstraße – Königsiepen – A44 Richtung Süden bis Stadtgrenze Velbert

Sperrbezirk Horst im Norden/Osten: Bochumer Landstraße – bis Grenze Bochum – Stadtgrenze Bochum Richtung Süden bis Stadtgrenze Hattingen;
Süden/Westen: Stadtgrenze Hattingen – Dumberger Straße – Alte Hauptstraße – Mölleneystraße – Überruhrstraße – Langenberger Straße – Kurt-Schumacher-Brücke – Henglerstraße – Bochumer Landstraße

Quelle: Verseuchte Bienenwaben in Essen-Freisenbruch gefunden | waz.de | Essen

Faulbrutsperrbezirk und Untersuchungsgebiete in Bochum

Amerikanische Faulbrut (AFB)
Die Amerikanische Faulbrut (auch Bienenpest genannt, Histolysis infectiosa perniciosa larvae apium, Pestis americana larvae apium) ist eine Erkrankung der älteren Bienenbrut, nämlich der Streckmaden: Sie befinden sich in der bereits mit einem Wachsdeckel verschlossenen Brutzelle. Im Erkrankungsverlauf löst sich die gesamte Körperstruktur der Larven auf und es bleibt nur eine zähe, braune, schleimige Substanz übrig, die später zu einem dunklen Schorf eintrocknen kann. Die Amerikanische Faulbrut stellt keinerlei Gefährdung für die erwachsene (adulte) Biene, den Menschen oder andere Lebewesen dar. Die Bezeichnung „amerikanisch“ bezieht sich nicht auf ein Ursprungsgebiet, sondern auf den Ort der Entdeckung; die Krankheit tritt weltweit auf.

Quelle: Wikipdia


Sperrbezirk in Bochum

Am 05.12.2017 ist der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut der Bienen amtlich festgestellt und ein Sperrbezirk gebildet worden.

Am 10.04.2018 wurde der Sperrbezirk nochmals erweitert und hat aktuell folgende Grenzen:

Im Westen
Der Stadtgrenze Bochum/Essen folgend bis zur Straße Freisenbruch. Von dort aus innördlicher Richtung in den Stalleickenweg.

Im Norden und Osten
Von dem Stalleickenweg auf den Wattenscheider Hellweg Richtung Osten bis zur KreuzungWattenscheider Hellweg / Höntroper Straße. DerHöntroper Straße in Richtung Süden bis zur Gartenstraße folgen. Von der Gartenstraße ebenfalls in südlicher Richtung folgend bis zur
Ruhrstraße. Auf der Ruhrstraße in westlicher Straße bis zur Kreuzung Ruhrstraße / Zeppelindamm bleiben.
In südlicher Richtung erst dem Zeppelindamm und später dem Munscheider Damm bis zur Kreuzung Munscheider Damm / Hattinger Straße folgen.

Im Süden
Der Hattinger Straße in westlicher Richtung bis zur Dr.-C.-Otto-Straße folgen. Auf der Dr.-C.-Otto-Straße bis zur Straße Am Krüzweg und von dort aus über den Fährweg bis zur Stadtgrenze Essen.


Untersuchungsgebiete

Ende Mai / Anfang Juni 2018 wurde der Sperrbezirk nochmals um zwei Untersuchungsgebiete erweitert, in denen Futterkranzproben amtstierärztlich entnommen und untersucht werden sollen, um die Seuche besser eingrenzen zu können.

Aus einer nicht datierten Mitteilung des Veterinäramts Bochum:

Amerikanische Faulbrut der Bienen- Informationen zu den Untersuchungsgebieten im Bochumer Stadtgebiet
Am 05.12.2017 ist der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in einem Bienenstand in Bochum-Höntrop amtlich festgestellt und ein Sperrbezirk gebildet worden, der im April dieses Jahres zum Schutz einer Weiterverbreitung zudem noch ausgeweitet wurde.

Trotz der mit diesem Sperrbezirk verbundenen Schutzmaßnahmen besteht für weitere Bienenstände in
Bochum erneut der Verdacht auf eine Belastung mit dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut.
Um den Verdacht abzuklären und um gegebenenfalls auf eine weitere Ausbreitung der Bienenseuche
reagieren zu können, wurden nach § 3 der Bienenseuchenverordnung zwei Untersuchungsgebiete festgelegt, in denen sämtliche Bienenvölker beprobt werden.
Vor diesem Hintergrund werden alle Bienenhalter aufgefordert, ihre in den Untersuchungsgebieten aufgestellten Bienenstände dem Veterinäramt zu melden (0234/910-8821 oder -8826).

Übersichtskarte zum Sperrbezirk und Untersuchungsgebieten in Bochum